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Moderatorin: Ihr seid die Newcomer des Jahres, noch nicht so wirklich alt und trotzdem startet ihr komplett durch. Vor allem bei Teenies seid ihr ganz schön groß im Kommen. Wie ist das? Was ist das für ein Gefühl?

Linke: Tja... Was ist das für ein Gefühl? Also das weiß man schon zu schätzen von den Mädels, denn ohne Fans ist ein Musiker nichts. Man macht ja die Musik auch nicht nur für sich selber sonder wirklich auch um sie zu präsentieren. Das ist natürlich total klasse, vor allen Dingen schon in den jungen Jahren schon so gut anzukommen.

Moderatorin: Ihr seid auch nicht zusammengecastet worden. Das ist euch auch total wichtig. Wie seid ihr zusammengekommen?

David: Ja, also bei uns gab es auch sehr viele verschiedene Arten und Weisen, wie wir zusammengekommen sind, aber bei uns ist das so, dass wir uns alles kennengelernt haben, so über die Jahre. Also ich kenne Timo, der ja nun nicht hier ist, sonder noch schläft (*grins*) schon seit 16 Jahren und wir machen schon seit 14 Jahren zusammen Musik, seitdem ich eben angefangen habe Klavier zu spielen. Die beiden (*auf Linke und Juri zeig*) machen auch schon ihr Leben lang Musik. Er spielt seit 15 Jahren Schlagzeug und er seit 12 Jahren Gitarre, ja und Frank singt auch schon Eeeewigkeiten und wir haben uns einfach über die Jahre kennengelernt. Also Linke und ich kennen uns auch schon seit 5 Jahren.

Moderatorin: Ja, aber ihr verfolgt alle einen gemeinsamen und sehr großen Traum...

David: Na ja... (*scheint nicht wirklich zu wissen, was sie meint*)
Linke: Musik machen.
David: Musik machen!

Moderatorin: Obwohl der Echo auch irgendwo im Hinterkopf ist.

David: Ach ja, das war früher so: Da hatten wir 'nen Proberaum, neee, in der Studiozeit war das, da hatten wir den Echo auf das Mischpult gestellt und wenn man dann nicht mehr konnte, weil man schon 72 Stunden nicht mehr geschlafen hatte, hat man darauf geguckt und hat gesagt "Woah, jetzt nochmal weiter 72 Stunden." und joa, dann ging's weiter...

(dann wurde ein Ausschnitt von dem "Revolution"-Video gezeigt)

Moderatorin: Niemand hört dich, das ist euer aktuelles Album und das ist auf Platz 8 eingestiegen, ziemlich amtlich, oder?

Franky: Ja, das freut uns natürlich.

Moderatorin: Wir verlosen Tickets für euer Konzert im Grünspan am 22. Mai...

Franky: Am 23...

Moderatorin: Am 23... Ist das eher so euer Ding auf der Bühne zu spielen? Weil ihr seid ja doch eher rockig...

Linke: Auf jeden Fall!
David: Ja, genau, wir sind ja auch eine Live-Band... Unsere Stücke entstehen ja auch im Proberaum, das ist...
Juri: Das ist genau unser Ding! Mir vor allem machts auch am meisten Spaß auf der Bühne zu stehen.

Morderatorin: Ja, aber die anderen Dinge gehören trotzdem mir dazu, ne? Ihr wart ja auch bei der Bravo Supershow letzte Woche und das muss dann sein. Und da müsst ihr dann auch durch Sachen durch, die ihr eigentlich nicht so mögt.

Linke: Ja, zum Beispiel Playback spielen...
David: Ja, gibt es... Aber dagegen muss man halt protestieren und dann wird man nicht gesendet (*Linke grinst*).
Franky: Ja, wir holen das ja auch wieder raus. David hat seine Gitarre zertrümmert und wir haben ja genug kleine Anmerkungen eingebaut, das man sieht, dass wir das nicht so toll finden, ich meine es geht halt nicht anders, klar spielen wir lieber live. Aber wenn das sein muss, dann muss es sein.
David: Das ist halt auch so, das ist 'ne Riesenveranstaltung, sodass nicht jede Band live spielen kann, weil das technisch nicht möglich wäre. Das sagen die dann immer...

Moderatorin: Und ihr habt gerade euer neustes Video gedreht, aber ihr habt mir verraten, es hat großen Spaß gemacht.

Franky: Ja, das hat riesen Spaß gemacht, also das war super. Wir waren in Berlin, in 'nem japanischen Garten, also wir hätten nie gedacht, dass es da sowas gibt. Und ja, wir waren mal wieder ziemlich hart, haben morgens um acht angefangen, nachts um zwölf fertig und mittags war es sehr warm. Da haben wir alle geschwitzt und sobald die Sonne weg war haben wir gefroren wie... Also es war sehr sehr kalt. 




 
hehe weiß nemme genau woher i des hab aba is ja wurscht...Aufjedenfall sin da nur T:mo un Linke da:

YLM: In welchem Jahr würdet ihr die Gründung der Band ansiedeln?
Timo: Also ich würde mal sagen 2003, da waren wir noch nicht genau in dieser Konstellation zusammen, aber da waren schon die Grundbausteine da. Da waren schon Timo, David, Linke und Jan zusammen in einer Band, 4/6 sozusagen. Daher würde ich sagen 2003.

YLM: Wann habt ihr eure Leidenschaft zur Musik entdeckt?
Timo: Also schon relativ früh. David spielt schon seit er 6 ist Klavier und Linke auch schon seit Ewigkeiten Gitarre. Das ist bei jedem von uns schon ziemlich früh gewesen.

YLM: Welcher Song eures Albums bedeutet euch persönlich am meisten?
Timo: Ich persönlich finde „Niemand hört dich“ ziemlich gut. Also das ist bei fast allen so, glaub ich. So heißt ja auch unser Album. Und das ist auch so ein typischer Nevada Tan Song. Es geht hauptsächlich ums Mobbing und die Storyline von Nevada Tan und wie man damit umgeht, wenn einen niemand versteht und zuhört. Und das ist auch hauptsächlich das Ding, was wir aussagen wollen. Wie es der Jugend geht, wie man damit umgehen kann und wie man damit nicht umgehen sollte und das ist in dem Beispiel benannt.

YLM: Warum ist "Revolution" als erste Single ausgewählt worden?
Linke: Also der Song zeigt einfach wie wir sind! Der hat erstmal eine Message, die wir hauptsächlich rüberbringen wollen mit unseren Songs. Das sind einfach wird, das ist einfach Nevada Tan. Die Message, der Sound, die ganzen Parts, die da verbunden sind. Die ganzen Elemente, die harten Gitarren, die klassischen Sachen, die schönen Melodien, aber auch diese moderne - HipHop und Scratches. Er ist, um der Welt sich zu offenbaren der Beste.

YLM: Was unterscheidet euch von anderen Bands auf dem aktuellen Musikmarkt?
Timo: Ich würde sagen fast alles. HipHop mit Rock hat so eigentlich noch niemand vermischt. Auch hier gerade im Deutschen Raum, es kommt natürlich auch oft der Vergleich mit Linkin Park, aber da denk ich mir, dass es alleine die Konstellation ausmacht. Wir machen wirklich HipHop mit Rock und die machen Nu Metal mit Crossover und deswegen denke ich, sind wir schon ziemlich einzigartig.

YLM: Wie kamt ihr auf die Idee MC, DJ und Sänger in einer Band zu kombinieren?
Linke: Unser Grundgerüst der Band sind wirklich Timo und David und die kennen sich ja jetzt schon seit 16 Jahren, seit dem Kindergarten. Timo ist mit dem Hamburger HipHop aufgewachsen und David mit Rock, aber auch mit Klassik, er spielt ja auch Klavier. Was entsteht, wenn man einen HipHoper und einen Rocker, der Geigen und Klavier mag, zusammensetzt und diese beiden beste Freunde sind und anfangen Musik zu machen? Dann entsteht wirklich was wie Revolution, das ist ja auch der Inbegriff was unsere Musik ausmacht und ist. Und so ist es auch entstanden, wir haben dann auch Jan kennen gelernt, und dann sind die Scratches und Samples dazu gekommen und dann noch Juri und Frank, so bringt jeder seinen Einfluss rein und so entsteht das dann auch.

YLM: Wie ist es für euch jetzt seine eigene CD in Händen zu halten?
Timo: Gerade für mich textlich ist es so, dass ich zurückblicken kann und die Entwicklung sehe. Da sind Songs drauf von 2003, die sind schon tierisch alt. Revolution ist, glaub ich, 2004 entstanden und so ist es bei jedem Lied. Es gibt neuere und es gibt ältere Lieder. Zum Beispiel „Alles endet hier“ ist textlich gesehen schon tierisch alt oder „So wie du“ auch, da befand man sich eben in dieser Phase und solche Sachen wie „Dein Echo“ sind ziemlich neu. Die haben wir neuerdings geschrieben und es ist schön, wenn man auf das Album zurückblickt, dass man wirklich jede einzelne Erinnerung mit einem Song verknüpfen kann. Das man es sozusagen wiedererlebt, wenn man diesen Song hört.

YLM: Wie entstehen eure Songs? Habt ihr ein Muster nach dem ihr vorgeht?
Timo: Ne, es ist so, dass jeder seine Einflüsse mit reinbringt. Wir haben ein Internetforum und wir haben ja früher auch nicht zusammen gelebt, jetzt ist es ja anders. Zum Beispiel diese LP ist entstanden, dass Linke einen Gitarrenriff hatte und David irgendwas am Klavier gespielt hat und das haben wir dann hochgeladen und da hat dann jeder seine Idee noch dazu gepackt oder seine Meinung dazugeschrieben. Ich hab dann meinetwegen noch einen Text dazu gepostet. So sind manche Songs entstanden, natürlich aber auch viele im Proberaum, aber eben auch viele über das Forum.

YLM: Wie war euer erster Videodreh für euch, es war ja eine ganz neue Erfahrung?
Linke: Das war schon sehr aufregend, allein wenn man schon so einen riesen Stab von Menschen um sich hat. Und diese wirklich auch alles Experten sind auf dem Gebiet was sie machen, die Leute, die das Licht machen und alles Einstellen, und auch der Regisseur Jörn Heitmann – das sind Götter in ihrem Element. Und er ist ja auch schon sehr bekannt, er hat ja auch schon mit Rammstein zusammen gearbeitet, also das war schon eine Erfahrung, die anstrengend war, aber auch super interessant.

YLM: Wie stellt ihr euch die nächsten drei Monate vor?
Timo: Wir hoffen, dass es gut ankommt und die Leute unsere Message verstehen, aufnehmen und widerspiegeln. Wir gehen jetzt natürlich auf Tour und hoffen, dass wir gut die Buden rocken werden, sozusagen. Und dann kommt ja bald unser Album am 20.04. und ich bin gespannt, wie die Leute es annehmen werden.
Wir können stolz sein, da ist nämlich alles drin, wie schon gesagt, von den musikalischen Einflüssen her. „Himmel hilf“ ist ein Deutschrock-Ding über eine Ballade wie „Alles endet hier“ bis „Revolution“ oder „So wie du“, ist irgendwie alles dabei. Mal mehr Rap, mal weniger, mal mehr Gesang, mal mehr Schmalz. So wie man das so fühlt.

YLM: Ihr gewinnt nun Einblicke hinter die Kulissen der Musikwelt, habt ihr sie euch so vorgestellt?
Linke: Man konnte sich einiges vorstellen oder denken. Man lernt aber auch vieles dazu. Wir sind ja jetzt auch im Showbuisness und man sieht wie es jetzt so läuft, gerade wie es bei solchen Shows hinter den Kulissen abgeht, was da vorbereitet wird und wie viele Menschen daran beteiligt sind. Man sieht ja immer nur den Moderator und nicht die 30 Leute, die drum herum stehen und die sich um die Sachen kümmern müssen.

YLM: Was würdet ihr tun, wenn ihr nur noch 24h zu leben hättet?
Timo: *lacht* Jack Baur – 24! Ich würde sagen, ich würde noch einmal in die USA fahren, nach Hollywood und mich Angelina Jolie vorstellen.
Linke: Ich muss überlegen. Was würde ich denn machen?... George Bush die Nase brechen. Ich hätte ja eh nichts zu verlieren, da ich danach wahrscheinlich schon tot wäre.

YLM: Wenn ihr jemandem beim Duschen zusehen könntet, wer wäre das?
Timo: Also bei mir Angelina Jolie.
Linke: Und bei mir? So ein Playboymädel, hab jetzt keine bestimmte Vorstellung von einer Traumfrau, Aussehen...keine Ahnung.
Timo: David!
Linke: *lacht* Genau, David würde ich zukucken wie er seine langen Haare wäscht.

YLM: Wie ist es für euch, wenn jetzt überall die kreischenden Mädels auf euch warten?
Timo: Das ist schon krass. Vorher waren wir wirklich so eine Jungsband, weil unsere Musik ist schon ziemlich hart und da waren dann nicht so viele Mädchen da, muss man ganz ehrlich sagen. Durch die Bravo ist jetzt dieser Hype entstanden, ich meine, das ist natürlich auch schön, aber schon ungewohnt.

YLM: Was würdet ihr nie für Geld tun?
Timo: Uns verkaufen! Es gibt Bands, die lassen alles schreiben und denen wird alles vorgelegt und bei uns ist es so, dass wir alles selber machen. Wir waren 6 Wochen lang im Studio. Ich würde mich nie soweit verkaufen lassen, dass ich die Musik von anderen präsentiere und dafür die Lorbeeren kassiere oder eben auch nicht.

YLM: Sammelt ihr selbst eure Zeitungsartikel?
Linke: Ja, manche. Am Anfang hat man zwanghaft versucht alles zu sehen und zu lesen und zu behalten, das wird aber auch langsam immer schwieriger den Überblick zu behalten. Man versucht es, aber mittlerweile ist das nicht mehr möglich.

YLM: Ihr seid alle volljährig, wie sieht es mit dem Führerschein aus?
Linke: Ja, also die Hälfte der Band hat einen. Bei mir persönlich ist es zum Beispiel so, dass ich schon einige Male das Geld für den Führerschein zusammen hatte und sogar für Auto, aber dann hab ich irgendwie eine Gitarre, einen Bass oder irgendeinen Verstärker gesehen und dann war das Geld immer weg. Das kam jetzt schon fünf Mal oder so vor. Das ist, glaub ich, bei jedem Musiker auch irgendwie so, das Geld geht immer so schnell für neue Instrumente und so was drauf, da ist dann alles andere irgendwie nichtig. Bei Timo ist es dann so, dass er sein Geld für Cappies ausgibt.

YLM: Wohnt ihr noch zuhause oder habt ihr mittlerweile eine Band-WG gegründet?
Linke: Wir haben eine Band-WG in Hamburg. Läuft auch ganz gut, wir haben halt das Glück, dass Frank kochen kann, sonst hätten wir nie was zu essen. Wir sind alles so Typen, die nicht kochen können und wenn, dann nur Nudeln.

YLM: Wie muss man sich denn den Alltag in eurer WG vorstellen?
Linke: Chaotisch auf jeden Fall. Wir haben ja auch unseren Quotenvergesser David und bei sechs Leuten ist das ab und an schon richtig chaotisch. Man vergisst irgendwas, muss wieder zurück… wir stehen alle so um die selbe Zeit auf, knurren erstmal ein bisschen rum, duschen, essen und dann geht’s schon los. Wir sind im Moment ja auch nicht sooft zuhause.

YLM: Was würdet ihr beruflich/schulisch machen, wenn ihr nicht Musik machen würdet?
Timo: Ich denke wir würden immer Musik machen und haben auch schon immer Musik gemacht. Dass es jetzt geklappt hat mit dem Deal ist natürlich ein riesen Glück für uns, aber wir hätten auch weiterhin Musik gemacht und würden auch weiterhin Musik machen. Deswegen gibt es keine Alternative. Es gibt eigentlich keinen Traumberuf außer Musiker für uns.

YLM: Was möchtet ihr euren Fans mitteilen?
Timo: Ein großes DANKE! Wir werden im Moment super unterstützt, haben in der Schweiz schon zwei Fanclubs, ein Streetteam, das sich so langsam aufbaut. Hier in Hamburg werden wir auch gut unterstützt, also wirklich ein großes DANKE.

Nevada Tan

Unmündige Botschafter mit Erwachsenem-Status.

(tsch) Nevada Tan nennt sich eine Band aus Hamburg, die derzeit mit ihrem Debüt "Niemand hört dich" durchstartet, um die Lücke zwischen den jungen H-Blockxs und Tokio Hotel zu füllen. Und obwohl die Teenagerpresse sich auf die hübschen Jungs stürzt, hat das blutjunge Sextett einen besseren Platz im Rockzirkus verdient, als den zwischen Riesenposter und Werbung für Anti-Pickelcreme. Die Single "Revolution" chartete auf Platz 15, dem soeben erschienenen Album wird eine Top-Ten-Position prognostiziert.

Unter mysteriösem Getöse wurde erst einmal ein Manga-Avataren-Video zur Single "So wie du" ins Netz gestellt, um die wahre Identität der Jungs geheim zu halten und die Spannung anzuheizen. Zur zweiten Single "Revolution", einem düsteren, anspruchsvollen und verzweifelten Rock-Rap, wurden dann die Persönlichkeiten enthüllt: Der vermummte DJ heißt Jan Werner (19), der hübsche Gitarrist und Pianist hört auf den Namen David Bonk (19), Christian Linke (der mit dem Seitenscheitel, 20) spielt den Bass, Timo Sonnenschein mit dem Kappi (19) rappt, Juri (20), meist mit Mütze, sitzt an den Drums, und Franky Ziegler (19), der einzige Nicht-Hamburger, singt die Melodien.

Nevada Tan bedienen gleichermaßen die Sehnsüchte schüchterner Mädchen als auch die Wut und Bitterkeit zorniger junger Männer. Der Bandname wird nicht "tän" ausgesprochen, also gebräunt, sondern "tann". Diese Bezeichnung bekam aus Persönlichkeitsschutzrechten ein japanisches Mädchen von der Presse verabreicht, das mit elf Jahren des Mordes angeklagt war, weil sie eine Mitschülerin mit einem Teppichmesser erstach. Sänger Franky erklärt: "Wir nennen uns nicht nach der Tat von Nevada Tan und wollen keine Gewalt verherrlichen, sondern das Gegenteil bewirken. Wir benannten uns nach den Beweggründen dieses Mädchens: Nevada Tan stand völlig unter Druck, sollte funktionieren wie eine Maschine. Sie wurde gemobbt und weil sie in der Schule schlechter wurde, nahmen ihr die Eltern das, was ihr wichtig war - die Musik. Dieses Mädchen hatte für ihre Wut und Verzweiflung keine Anlaufstelle."

So betitelten Nevada Tan ihr Album "Keiner hört dich". Vor allem wollen sie die Erwachsenen darauf aufmerksam machen, wie sich junge Menschen fühlen - auch wenn sie mit ihren 19 und 20 Jahren selbst schon als erwachsen gelten: "Die Songs schrieben wir teilweise schon mit 14 und 15. Unser Grundgefühl hat sich nicht verändert", erklärt Franky. "Außerdem empfinden wir uns gar nicht als erwachsen, auch wenn man das mit 18 offiziell ist. Wir fühlen uns unmündig. Andauernd wollen Menschen für uns sprechen - Politiker, Eltern, Lehrer -, die den jungen Leuten Sachen vorschreiben und ihnen gleichzeitig die Zukunft verbauen, wirtschaftlich und umwelttechnisch. Wir werden gar nicht gefragt, was wir wollen. Keiner hört uns zu!"

Mit der Tatsache, dass die Jugendpresse trotz des kritischen Anspruchs auf Nevada Tan anspringt, haben die Jungs kein Problem: "So lange unsere Message ankommt, ist das doch okay. Und sie kommt an." Immerhin sind 30 Prozent der Konzertbesucher männlich, und es wird erstaunlich wenig gekreischt. Anders als bei Tokio Hotel. Franky war auf einem ihrer Konzerte: "Zwei Jungs waren da - neben mir. Aber die kamen nur zum Anbaggern!" Alle brechen in fröhliches Gelächter aus, gestikulieren lebhaft, wirken wach und intelligent. Von den verletzten und verzweifelten Teilen ihrer Persönlichkeit, die sie in ihrer Musik darstellen, ist nichts zu merken. "Wir stellten auch fest, dass unsere CD ein bisschen zu sehr Richtung depri ging. Deshalb gibt es auch den Mutmachsong 'Positiv' auf dem Album", erklärt Timo. "Es ist ja nicht alles nur düster."

Die beiden ersten Nevada Tans, Timo und David, lernten sich bereits vor 15 Jahren im Neumünsterschen Kindergarten kennen. In der Realschule von Timo tauchte dann Jan auf. Auch Christian stammt aus Neumünster. So lief der Bassist den anderen irgendwann über den Weg. David stand schon mit sechs auf der Bühne, damals spielte er klassisches Klavier, und auch er war in Neumünster Musikerkreisen bekannt. Juris Musiker-Weichen wurden ebenfalls früh gestellt: Als Kleinkind bastelte ihm der Vater ein Drumkit aus Töpfen, mit sechs hatte er den ersten Unterricht. Die damalige Band dieses Fünfers, "Panik", spielte schon vor einige Jahren auf Festivals und Wettbewerben im norddeutschen Raum, als ihnen auffiel, dass Rap alleine nicht genügt. Ein Sänger musste her, aber keiner der Jungs wollte vorne stehen. So wurde Franky über einen Musiker-Chatroom in Heidelberg rekrutiert. Er kam, sang, siegte - und blieb.

Inzwischen leben die Jungs in Hamburg, wo sie ihr Studio und ihren Proberaum haben. David: "Wir teilen uns in zwei Dreier-WGs auf. Um Franky streiten wir uns alle, denn der kann ganz besonders gut kochen." Großes Gelächter. Auf die Frage, ob sie keinen dicken alten Manager haben, der sich nach Boygroup-Art alle in ein Haus sperrt, kringeln sie sich vor Lachen. "Wir sind ja keine Boygroup. Aber einen dicken alten Manager haben wir trotzdem: Eddy Höfler, früher bei Falco, unser Co-Produzent!" Heiterkeit macht sich breit.

Der Produzent Lalo Titenkov, Höflers Producing-Partner bei Nevada Tan, entdeckte die Jungs beim deutschen Rock- und Popwettbewerb. Jan, der verhüllte DJ, kommt zur Gesprächsrunde hinzu, nimmt die Maske ab und entpuppt sich als netter junger Herr mit einem süßen Bubigesicht: "Als Lalo sagte, dass er Produzent sei, ist uns das Herz in die Hose gerutscht. Er hat wirklich Energie und arbeitete anderthalb Jahre, ohne zu wissen, ob da jemals etwas dabei rauskommt."

Drei der Jungs, David, Timo und Jan, glaubten so fest an ihre Zukunft im Musikbiz, dass sie in der 12. Klasse das Gymnasium schmissen. "Unsere Eltern waren fertig. Das gab wieder Stoff für neue Songs", lacht David. Juri, Franky und Linke machten noch ihr Abitur Darüber macht sich David keine Sorgen: "Das ist doch eigentlich egal, ob sie den Abschluss haben oder nicht. Ihre Zukunft ist mit Abi doch genauso ungewiss wie meine."

Trotz unterschiedlicher Auffassungen über Schulbildung und musikalische Vorlieben - HipHop, Rock, Alternative, Indie, deutscher HipHop, Maurice Ravel (den hört David), Chili Peppers und John Mayer - gibt es so gut wie nie Streit bei den Jungs. "Beim Musikmachen wird es so geregelt: Die Mehrheit hat Recht", so David. "Bei uns geht alles sehr demokratisch ab. Gerade weil wir so viele sind, gibt es nie Streit. Irgendwer schlichtet immer." Gut so, denn so wie die Jungs nun durchstarten wollen, kleine Tour im April, Festivals, Promotion und größere Tour im Anschluss, werden sie die nächsten Jahre im engen Tourbus miteinander verbringen müssen. (teleschau - der mediendienst)

 

 YLM Interview (oder so ...)

YLM: Gibt es etwas, dass ihr unbedingt einmal ausprobieren möchtet? Sportart etc?

Timo: Wir haben bereits einiges im Leben ausprobiert!
Franky: Also ich würde gerne mal Paragliding ausprobieren oder… eine Rucksacktour durch Kanada mit der kompletten Band. Das wäre sicherlich eine interessante Erfahrung.

YLM: Habt ihr Rituale bevor ihr auf die Bühne geht, gerade gegen Lampenfieber etc?
Timo: Wir hatten früher ein perverses Ritual, aber das erzähl ich jetzt lieber nicht. *grinst*
Franky: Jetzt machen wir vor unseren Auftritten immer den 6er-high-five. Der stammt von Ted aus Scrubs und das ist jetzt unser Ritual geworden.
(führen ihr Ritual vor)
 

YLM: Was ist das Schönste am „Auf der Bühne stehen“?
Timo: Der ganze Spaß und die Energie, die man vom Publikum bekommt, wenn man auf der Bühne steht.
Franky: Sobald man in diesem Fluss drin ist und das Gefühl hat, dass man noch einen Song spielen könnte und noch einen und noch einen und man dann beim letzten Song einfach nur denkt: „Hammermäßig!“

YLM: Gibt es bereits jetzt eine große Lüge, die über euch verbreitet wurde?
Franky: Es wurde behauptet, dass ich rauche, weil ich so eine rauchige Stimme habe, aber das ist wirklich gelogen. Aber das wurde wegen einem Foto behauptet auf dem ich einen Arm von jemand anderem über der Schulter habe und das irgendwie aussieht als ob das mein Arm wäre. Und der Typ hatte eine Zigarette in der Hand, aber mich selbst ekelt es absolut vor Rauch.

YLM: Welche Überschrift sollte einmal in der BILD über euch stehen?
Timo: „Nevada Tan hat der Jugend eine Stimme in Berlin gegeben“ oder „Nevada Tan- erstes Jugendparlament“
Franky: Was sind denn so die größten Hallen? „Nevada Tan – Hallentournee ausverkauft“ wäre auch was!

YLM: Wenn man euch mit anderen Bands entführen würde und nur eine Band freikaufen könnte, warum sollte man dann für euch Lösegeld bezahlen?
Timo: Kommt drauf an wie gut die andere Band ist!
Franky: Bei uns bekommt man gleich sechs coole Typen und wir wären dafür auch dankbar.
Timo: Wären die anderen bestimmt auch?
Franky: Ne, ich glaub nicht, dass es alle wären. Wir würden danach noch ein privates Wohnzimmerkonzert zum Dank geben.

YLM: Wie weit würdet ihr für euren Erfolg gehen und wo wäre die Grenze?
Timo: Wir spielen unsere Tour und geben Interviews, aber wir würden uns nie verkaufen!
Franky: Das was man bei uns sieht und hört sind alles wir! Es ist unser eigenes Gedankengut!

YLM: Nennt jeweils den Namen eines Bandmitglieds, auf den die Frage am ehesten zutrifft

Wer braucht morgens von euch am längsten im Bad?
Frank!
Franky: Ich bin überzeugter Langduscher!

Wer von euch kommt grundsätzlich immer zu spät?
David

Wer ist der größte Morgenmuffel?
Linke

Wer redet am meisten und am häufigsten von euch?
Linke

Wer ist der größte Casanova unter euch?
Timo

Wer hat vermutlich die tiefsten Geheimnisse?
Timo: Ich glaube, die hat jeder!

Wer hat die femininste Seite?
Timo: Was ist denn das für eine Frage? Wir sind alles Männer!

Wer von euch hat die schlimmsten Macken?
Franky: Wir haben alle unsere kleinen Macken und gemeinsam eine große.
Timo: Ja genau, die ganze Band ist eine Macke. *lacht*

Wer ist der Unordentlichste?
Timo: Ich glaube das bin ich!


YLM: Ihr startet heute eure Clubtour, wie es für euch nun wenige Stunden vor dem Auftakt? Lampenfieber?
Timo: Jetzt noch nicht, wir haben ja schon viele Auftritte gehabt, aber das ist jetzt eben unsere erste große Tour.

YLM: Was erwartet ihr von heute Abend?
Timo: Spaß! Jede Menge Spaß!

YLM: Eure Single ist diese Woche auf Platz 15 der deutschen Singlecharts eingestiegen, habt ihr damit gerechnet?

Franky: Also damit gerechnet haben wir nicht.
Timo: Wir haben immer davon geträumt und hart dafür gearbeitet. Ich kann mich daran erinnern wie wir unsere CDs selbst gepresst, beklebt und verteilt haben.
Franky: Wir haben jetzt auch erfahren, dass wir in Österreich und der Schweiz in den Top 30 sind, obwohl wir noch nie dort warten, das ist echt krass.

YLM: Derzeit wird euch ein Fanhype wie bei Tokio Hotel nachgesagt, wünscht ihr euch diesen oder nervt dieser Vergleich?
Timo: Wir sind eine eigenständige Band und haben mit Tokio Hotel nur die deutsche Sprache gemeinsam.
Franky: Also ich fände es angenehmer, wenn wir nicht diesen Fanhype bekommen. Meine Familie ist heute dabei und es ist schön, wenn man da ohne 5 Bodyguards bei ihnen stehen kann. Ich habe mal gehört, dass bei den Silbermondkonzerten die Fans viertel vor Acht kommen und die Halle dennoch voll ist. Das wünschen wir uns auch! Die Leute sollen sich mehr musikalisch für uns interessieren. Es ist schon ok, wenn sie uns selbst cool finden, aber sie sollen eben eher unsere Musik mögen.

YLM: Wenn ihr für einen Tag ein anderes Bandmitglied sein könntet, wer wärt ihr gerne und warum?
Timo: Also wenn wir tauschen könnten, wäre ich gerne Jan. Der ist ja so vermummt und den erkennt ja keiner. Und dann würde ich mich mitten in die Fans reinstellen. *grinst breit*
Franky: Ich wäre dann einmal gerne Juri und würde richtig lostrommeln, wenn ich es könnte.

YLM: Beschreibt euch doch bitte gegenseitig in einem Satz.
Timo: Frank ist lustig, nett und ziemlich fröhlich!
Franky: Timo ist sehr, sehr herzenswarm, sagt nie etwas Böses und hat immer ein offenes Ohr!

YLM: Was ist eure größte Stärke und eure größte Schwäche als Band?

Timo: Unsere Stärke ist, dass wir eine richtige Rockband sind, richtige Musik machen und wirklich auf der Bühne abrocken.
Franky: Und unsere größte Schwäche? …. Wir passen nicht zusammen in ein Taxi und brauchen für alles immer länger, weil wir so viele sind.

YLM: An welchem Ort würdet ihr gerne einmal ein Konzert geben?
Timo: Auf einem Wolkenkratzer oder am Scrubsset im Krankenhaus
Franky: Da gibt es echt viele Orte …. Das Colloseum in Rom, den Madison Square Garden, das Brandenburger Tor alleine rocken oder bei Live Aid
Timo: Das wäre auch echt richtig geil!

 

Nevada Tan

„Ich war immer 'das Mädchen'"

Nevada Tan ist ein japanisches Schulmädchen, das mit elf Jahren eine Mitschülerin umgebracht hat, weil es gemobbt wurde", erklärt Sänger Franky (19) von der Rap-Rock-Kombo "Nevada Tan" den Bandnamen. Er und seine Musiker-Kollegen Timo, David, Jan, Linke und Juri wollen mit ihren Songs auf das Mobbing-Problem an deutschen Schulen aufmerksam machen. "Da kommt man als Schüler gar nicht mehr dran vorbei. Ich zum Beispiel war früher immer nur 'das Mädchen'", erzählt Gitarrist David (19).

Die Jungs, die sich teilweise schon seit dem Kindergarten kennen, traten kürzlich bei "The Dome" auf und präsentierten ihre neue Single "Revolution", die am 30. März erscheint. In dem Song geht es darum, dass sich Jugendliche häufig von älteren Semestern missverstanden fühlen. "Wir wollen, dass man in Deutschland mehr auf die Jugend hört", erklärt Drummer Juri (20). Besonders blöd finden die Nordlichter, dass die junge Generation aufgrund der Pisa-Studie häufig als dumm verurteilt würde. "Also ich kenne keinen Menschen persönlich, der bei der Pisa-Studie mitgemacht hat", erklärt Franky sein Unverständnis. "Die setzen das Geld einfach verkehrt ein. In einem meiner Schulbücher stand zum Beispiel, dass in fünf Jahren die ersten Menschen auf den Mond fliegen", empört sich MC Timo (19).
Anfangs ließ die Truppe sich nur als Manga-Avatare abdrucken, um die Leute dazu zu bringen, "erst unsere Musik zu hören, bevor sie uns sehen. Wenn die Mädels irgendwelche aufgetakelten Typen sehen, sind sie eh schon wuschig und hören sich alles an", so Franky. Die Sechs sind allesamt noch Single, weil sie "einfach keine Zeit für Frauen haben. Abgeneigt sind wir aber nicht!", grinst David.

Musikalische Vorbilder haben Nevada Tan sowohl in Hanse-Rapper Sammy Deluxe als auch in Mozart oder dem Komponisten Maurice Ravel. Ihre Musik bezeichnen sie als Rock-Rap, wobei ihnen besonders wichtig ist, nicht als Boyband gesehen zu werden: "Lexington Bridge sind eine Boyband, wir eine Rockband", so Franky. Demnächst wollen die Jungs, die teilweise aus Neumünster und Heidelberg stammen, nach Hamburg ziehen, um dort mehr Zeit in ihre Proben zu stecken.


HIER ISN LINK FÜR N INTERVIEW: http://www.fritz.de/_/aktuell/detail_jsp/key=101131.html

 

Nevada Tan im Interview:

EM-Team: Was ist euer Lieblingssong auf dem Album??
Nevada Tan: Da haben wir alle verschiedene Songs. Ich glaub keiner hat einen ganz speziellen Lieblingssong. Viele von uns favorisieren „Echo“. In jedem Song stecken total viele Erinnerungen. Deswegen kann man das jetzt nicht an einem Song festmachen.

EM-Team: Schreibt ihr die Texte selber?
Nevada Tan: Also die Texte schreiben hauptsächlich Timo und David. Wir haben jetzt 12 Songs auf dem Album. Die Musik kommt von allen... meistens hat einer eine Grundidee für einen Song und dann setzen wir uns alle zusammen und arbeiten daran.

EM-Team: Habt ihr mit dem großen Erfolg gerechnet?
Nevada Tan:
Wir haben uns den Erfolg erträumt. Aber wir haben nicht damit gerechnet, dass es so in diesem Ausmaß losgeht wie es jetzt ist, das ist natürlich super genial für uns.

EM-Team: Was ist es für ein Gefühl auf der Straße erkannt zu werden?
Nevada Tan: Ja, dass ist schon krass, aber naja das gehört halt dazu. Was wir sehr lustig finden, dass wir in Neumünster (Heimatstadt von Nevada Tan-Anmerkung der Redaktion) am wenigsten erkannt werden, wenn wir dort in die Stadt gehen.

EM-Team: Wünscht ihr euch in manchen Situationen/Momente lieber nicht bekannt zu sein?
Nevada Tan: Wir machen es ja noch nicht so lange, dass es uns auf die Nerven gehen könnte. Also dieses Krasse Gekreische haben wir erst seit dieser Autogrammstunden-Tour.

EM-Team: Seid ihr aufgeregt vor euren Auftritten?
Nevada Tan: Klar aufgeregt ist man natürlich immer. Also es kommt immer darauf an wo man spielt also vor wie vielen Leuten. Die Atmosphäre spielt natürlich auch eine große Rolle dabei.

EM-Team: Was war das peinlichste was euch mal auf der Bühne passiert ist?
Nevada Tan: Ich hab Timo in Berlin Richtig heftig meine Gitarre gegen die Stirn gehauen. Und er hat tapfer weiter gemacht. Ich glaub das war bei „Revolution“ der 7. oder 8. Song und wir hatten noch einige Songs zu spielen. Wenn ihr Ihn danach gesehen hättet, hätte man nicht gedacht, dass er weiter macht.

EM-Team: Gibt es einen Künstler/in mit dem ihr gerne mal zusammen arbeiten würdet?
Nevada Tan: Wir haben alle sehr verschiedene Musikgeschmäcker . Da würde jeder einzelne glaub ich gerne mal was machen.

EM-Team: Was habt ihr für Vorstellungen/Wünsche für die Zukunft???
Nevada Tan: Wir möchten so lange es geht Musik machen und wollen auf der Bühne stehen. Unsere Tour steht jetzt an und wir hoffen, dass viele Fans zahlreich erscheinen werden.



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